Dieses Jahr stand wieder einmal ein Ausflug an, und wie vor zwei Jahren ging es ins Münsterland. Dieses Mal hatte unser Planungskommitee unter Leitung von Major Michael die Haarmühle in Ahaus-Alstätte ausgesucht. Dieses tolle Ausflugslokal ist eine alte Wassermühle, die schön restauriert heute noch in Betrieb ist, und bietet einen wunderbar in einem Wäldchen gelegenen Schießstand.
Leider trübten die letzten beiden Bedienungen mit ihrer Langsamkeit und dabei auch noch uverschämten Art das gute Gesamtbild, welches das restliche Personal hinterlassen hatte (auch wenn die beiden Mädels unserem Niklas nicht ihre Telefonnummern geben wollten).
Ebenfalls ein kleines Problem stellten die Vögel dar, welche wie vor zwei Jahren typisch münsterländisch und damit nicht so richtig für ein für uns "normales" Vogelschießen geegnet waren, dazu dann später mehr.

Am Samstag morgen um 8 starteten wir mit 28 Personen unseren Ausflug mit dem Bus richtung Münsterland. Die Damen hatten sich mit größeren Mengen Sekt (am Ende 14 geleerte Flaschen) ordentlich etwas vorgenommen und öffneten die ersten auch direkt nach der Abfahrt. Vom amtierenden König auch noch mit alkoholischen Getränken versorgt, verlief die Fahrt recht ausgelassen.
An der Haarmühle angekommen, konnten wir uns erst einmal bei einem ausgiebigen Frühstücksbuffet stärken, bevor wir ganz gemütlich die Mühle erkunden bzw. zum Schießstand gehen konnten.
Da es etwas kühl war, und die Heizstrahler noch nicht in Betrieb wärmten sich die Damen mit weiterem Sekt auf, während der Spieß chinesisches Zielwasser ausschenkte.

Bei der Ankunft der Vögel, war auch die restliche Getränkeversorgung gesichert und als erstes wurden die schönen Vögel bewundert. Es begann aber bald eine Diskussion, wie die Pfänder dieser Vögel zu verteilen seien, da sich die Konstruktion doch von unseren gewöhnten Vögeln unterschied.
Es wurde beschlossen statt dem Kopf die Krone als Pfand abzuschießen, und bei den Flügeln und dem Schweif gingen wir davon aus, daß man diese einfach im Ganzen abschießen könne. Eine leichte Fehleinschätzung, wie sich noch herausstellen sollte.

Schießen der Damen

Das Schießen der Damen wurde mit dem Ehrenschuß durch Königin Christine eröffnet, und nach 50 vergeblichen Schüssen auf den Kopf kurzzeitig unterbrochen. Nachdem unser Major durchs Fernglas kaum Treffer ausmachen konnte, wurde beschlossen die Pfänder später auszulosen und direkt auf den Rumpf zu schießen.
Generell wurde das Schießen durch einen recht hoch hängenden Vogel, ein sehr starr eingespanntes Gewehr, welches nur minimale Zieländerungen zuließ, sowie generell durch ein Gewehr ohne Zielfernrohr deutlich erschwert. Die regelmäßigen Ladehemmungen störten nicht wirklich, aber das Gewehr hatte noch ein weiteres Problem, welches bei den Damen aber noch nicht so richtig auffiel. Einige zielten nämlich kaum, sondern schossen einhändig "aus der Hüfte".

Nach 11 Damen die um die Pfänder kämpfen wollten, blieben noch 7 welche den Vogel abschießen wollten (bzw. durften, Christine hätte sicher gerne ihren Titel verteidigt...)

Nach dem 67. Schuß auf den Rumpf, bzw. dem 117. Schuß gesamt gab der Vogel auf und fiel durch einen Treffer unserer neuen Königin Beate Sich zu Boden.

Herzlichen Glückwunsch zum gelungenen Einstand im Pioniercorps!

Die Pfänder wurden auf der Rückfahrt im Bus ausgelost, Glücksfee war der neue König des Pioniercorps:

Kopf: Angelika
Linker Flügel: Eveline
Rechter Flügel: Isolde
Schweif: Katharina

Schießen der passiven Herren

Die passiven Herren sollten nach den Problemen mit dem Damenvogel nur auf den Rumpf schießen, damit für das anschließende Königsschießen noch genügend Zeit blieb.
Bei diesem Schießen zeigte sic, daß gutes Zielen mit dem vorhandenen Gewehr eher keine gute Idee war, es krachte Schuß um Schuß, aber der Vogel blieb hartnäckig. Bald begann sich auch zu rächen, daß manche Herren sich vorher wenig schmeichelhaft über die Schießkünste der Damen geäußert hatten, das Schießen zog sich nämlich in die Länge. Obwohl der Vogel mehrfach stark schwankte, wollte er einfach nicht fallen.

Insgesamt dauerte es unglaubliche 203 Schuß bis Theo Kaumanns dem Trauerspiel ein Ende machen konnte.

Herzlichen Glückwunsch zum Pokalsieg!

Die anderen vier Mitstreiter erhielten die Pfänderpräsente:
Hans
Peter
Michael
Dieter

Königsschießen der Herren

Vor dem Schießen wurde der Vogel nochmals genau untersucht, damit wir zeitlich nicht in Verzug kommen und ich glaube, der eine oder andere wollte seine Chancen auf die Königswürde erhöhen...
Zuerst lief auch alles halbwegs nach Plan, Majestät Frank gab seinen Ehrenschuß ab, Detlev holte nach 24 Schuß dem Vogel die Krone vom Kopf, wir wechselten auf den linken Flügel und das war es dann fast. Nach 110 Schüssen auf diesen Flügel, beschlossen wir doch auch auf die Pfänder zu verzichten, damit wir noch zu einer halbwegs passenden Zeit fertig werden, schließlich musste unser Busfahrer ja seine Lenkzeiten einhalten.
Beim folgenden Versuch den Vogel von der Staange zu holen, fiel dann doch irgendwann der linke Flügel und wurde dem glücklichen Schützen zugesprochen, allerdings zeigte sich auch, daß das Gewehr nicht wirklich gut justiert war. Praktisch alle Schützen, auch diejenigen, die z.B. beim Pokalschießen gute Ergebnisse über Kimme und Korn erzielt hatten, lagen alle zu hoch. Geschätzt dürfte das Gewehr auf die Entfernung zum Vogel 2-3cm Abweichung gehabt haben. Dies zeigte sich dann später auch a linken Flügel welcher im oberen Bereich seiner Verbindung zum Rumpf praktisch nicht mehr vorhanden war und im unteren Bereich fast unbeschädigt...

Nach dem 247. Schuß (gesamt, 113. auf den Rumpf) gab das zähe Vieh endlich auf und wir hatten mit Alex Stockmann unseren neuen Corpskönig.
Alex ernannte Rainer Zimmermann zu seinem Getränkeminister und Dirk Felkel zu seinem Minister für die Essensversorgung.

Die Pfänder wurden ja nur zur Hälfte ausgeschossen die beiden fehlenden wurden durch Königin Beate ausgelost:
Kopf: Detlev Meschke (24.)
Linker Flügel: Michael Toenneßen (188.)
Rechter Flügel: Dirk Felkel
Schweif: Theo Pesch

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